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Bei Karfreitags-Konzert Hauch von Jugend und Frische |
| 12.07.2011 |
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25.04.2011 - SCHOTTEN
Alea-Streichquartett zu Gast in Schottener Liebfrauenkirche - „Musik zur Sterbestunde Jesu“ - Herausforderung in souveräner Manier gemeistert
(em). „Musik zur Sterbestunde Jesu“ - die meditative Begegnung mit der Leidensgeschichte hat an Karfreitagen in Schottens Liebfrauenkirche eine lange Tradition. Diesmal konnte Präses Hans Otto Zimmermann ein junges Instrumentalensemble begrüßen: das Alea-Streichquartett, bestehend aus Sophie Müller (Violine), Alexander Wies (Violine), Cornelius Mayer (Viola) und Hyun-Mi Kim (Cello).
Das Ensemble aus jungen Studierenden der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt gründete sich 2008 und konzertierte mit einem breitgefächerten Repertoire von Barock bis Unterhaltungsmusik bereits bei hochkarätigen Veranstaltungen, etwa bei der Verleihung des hessischen Hochschulpreises „Exzellenz in der Lehre“ auf Schloss Biebrich oder bei einer Podiumsdiskussion der Hessischen Landesregierung auf Schloss Johannisberg. Der Kontakt zur Schottener Kirchengemeinde und zur Reihe Musikmomente kam über Sophie Müller zustande, die mit ihrer Mutter Renate, einer Pianistin, schon mehrfach bei Veranstaltungen der Stiftung Liebfrauenkirche konzertierte. Bewusst gingen die jungen Künstler auf die liturgische Bedeutung des Tages ein, wählten ihr Programm entsprechend und baten, zwischen den Stücken wie auch am Schluss auf Applaus zu verzichten.
Getragen, dunkel, aber von einer höchst suggestiven Harmonik geprägt erklang eingangs Wolfgang Amadeus Mozarts bekannte liturgische Komposition „Ave verum“, Teil einer Messe. Nicht so abgespielt wie das „Ave Maria“ von Bach-Gounod folgte hier die Vertonung des Textes durch Franz Schubert in einem schwingenden Rhythmus. Sophie Müller übernahm die führende Melodiestimme, während die anderen Streicher einen dunklen Klanghintergrund bildeten und Fragmente der Melodie imitierten. Das Andante aus dem Divertimento F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart folgte. Man täusche sich nicht: wohl ist das kleine Werk aus der Unterhaltungsmusik des 18. Jahrhunderts von der Leichtigkeit und Eleganz des Rokoko geprägt. Spieltechnisch aber stellt es mit seinen raschen Melodiebögen, den langen Läufen, den Dialogpassagen, die insbesondere Alexander Wies und Cornelius Mayer ausführten, eine große Herausforderung dar.
Einfühlsam und souverän vom Alea-Quartett gespielt, war das Divertimento ein heller Gegenpol zu den verhaltenen und schmerzlichen Programmelementen. Zu letzteren gehörte „Ases Tod“ aus Edvard Griegs Suite „Peer Gynt“. Insbesondere Viola und Cello schaffen in den langsamen Tempi dieses Andante dolorosa mit breitem Bogenstrich ein Stimmungsbild der Trauer. Und wieder ein schöner, auch liturgisch stimmiger Kontrast, der gewissermaßen Auferstehungshoffnung gegn Todesdunkel setzte: der freudig-helle, lebhaft-bewegte Instrumentalsatz der Kantate „Jesu bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach. Ein Andante aus Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento D-Dur schloss sich an, leicht, lebhaft im Rhythmus und mit klanglich reizvollen Imitationen der verschiedenen Instrumentalstimmen. Eine moderne Komposition folgte: ein Adagio aus dem Quartett opus 1 von Samuel Barber in einer ungewohnten, nuancenreichen Harmonik. Gegen dunkle schwermütige Passagen standen helle Abschnitte von einer subtil dissonanten Färbung. Mit der bekannten Air von Bach schloss das Konzert. Wenn auch Verzicht auf Applaus gewünscht war - ohne Anerkennung sollten die Alea-Musiker die Kirche nicht verlassen und Dekanatskirchenmusiker Kiwon Lee verband seine Dankesworte mit dem Überreichen von Blumen.
Ein Lob der Vielfalt: nach vielen eindrucksvollen Karfreitags-Chorkonzerten war es faszinierend, diesmal mit einem anspruchsvoll besetzten Streichquartett ein anderes musikalische Medium zu erleben, zumal die talentierten Studenten einen speziellen Hauch von Jugend und Frische mit sich brachten.
Alea-Streichquartett zu Gast in Schottener Liebfrauenkirche - „Musik zur Sterbestunde Jesu“ - Herausforderung in souveräner Manier gemeistert
(em). „Musik zur Sterbestunde Jesu“ - die meditative Begegnung mit der Leidensgeschichte hat an Karfreitagen in Schottens Liebfrauenkirche eine lange Tradition. Diesmal konnte Präses Hans Otto Zimmermann ein junges Instrumentalensemble begrüßen: das Alea-Streichquartett, bestehend aus Sophie Müller (Violine), Alexander Wies (Violine), Cornelius Mayer (Viola) und Hyun-Mi Kim (Cello).
Das Ensemble aus jungen Studierenden der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt gründete sich 2008 und konzertierte mit einem breitgefächerten Repertoire von Barock bis Unterhaltungsmusik bereits bei hochkarätigen Veranstaltungen, etwa bei der Verleihung des hessischen Hochschulpreises „Exzellenz in der Lehre“ auf Schloss Biebrich oder bei einer Podiumsdiskussion der Hessischen Landesregierung auf Schloss Johannisberg. Der Kontakt zur Schottener Kirchengemeinde und zur Reihe Musikmomente kam über Sophie Müller zustande, die mit ihrer Mutter Renate, einer Pianistin, schon mehrfach bei Veranstaltungen der Stiftung Liebfrauenkirche konzertierte. Bewusst gingen die jungen Künstler auf die liturgische Bedeutung des Tages ein, wählten ihr Programm entsprechend und baten, zwischen den Stücken wie auch am Schluss auf Applaus zu verzichten.
Getragen, dunkel, aber von einer höchst suggestiven Harmonik geprägt erklang eingangs Wolfgang Amadeus Mozarts bekannte liturgische Komposition „Ave verum“, Teil einer Messe. Nicht so abgespielt wie das „Ave Maria“ von Bach-Gounod folgte hier die Vertonung des Textes durch Franz Schubert in einem schwingenden Rhythmus. Sophie Müller übernahm die führende Melodiestimme, während die anderen Streicher einen dunklen Klanghintergrund bildeten und Fragmente der Melodie imitierten. Das Andante aus dem Divertimento F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart folgte. Man täusche sich nicht: wohl ist das kleine Werk aus der Unterhaltungsmusik des 18. Jahrhunderts von der Leichtigkeit und Eleganz des Rokoko geprägt. Spieltechnisch aber stellt es mit seinen raschen Melodiebögen, den langen Läufen, den Dialogpassagen, die insbesondere Alexander Wies und Cornelius Mayer ausführten, eine große Herausforderung dar.
Einfühlsam und souverän vom Alea-Quartett gespielt, war das Divertimento ein heller Gegenpol zu den verhaltenen und schmerzlichen Programmelementen. Zu letzteren gehörte „Ases Tod“ aus Edvard Griegs Suite „Peer Gynt“. Insbesondere Viola und Cello schaffen in den langsamen Tempi dieses Andante dolorosa mit breitem Bogenstrich ein Stimmungsbild der Trauer. Und wieder ein schöner, auch liturgisch stimmiger Kontrast, der gewissermaßen Auferstehungshoffnung gegn Todesdunkel setzte: der freudig-helle, lebhaft-bewegte Instrumentalsatz der Kantate „Jesu bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach. Ein Andante aus Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento D-Dur schloss sich an, leicht, lebhaft im Rhythmus und mit klanglich reizvollen Imitationen der verschiedenen Instrumentalstimmen. Eine moderne Komposition folgte: ein Adagio aus dem Quartett opus 1 von Samuel Barber in einer ungewohnten, nuancenreichen Harmonik. Gegen dunkle schwermütige Passagen standen helle Abschnitte von einer subtil dissonanten Färbung. Mit der bekannten Air von Bach schloss das Konzert. Wenn auch Verzicht auf Applaus gewünscht war - ohne Anerkennung sollten die Alea-Musiker die Kirche nicht verlassen und Dekanatskirchenmusiker Kiwon Lee verband seine Dankesworte mit dem Überreichen von Blumen.
Ein Lob der Vielfalt: nach vielen eindrucksvollen Karfreitags-Chorkonzerten war es faszinierend, diesmal mit einem anspruchsvoll besetzten Streichquartett ein anderes musikalische Medium zu erleben, zumal die talentierten Studenten einen speziellen Hauch von Jugend und Frische mit sich brachten.
Zuletzt geändert am: 03.08.2011 um 09:49
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